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Wundermittel

Fettblocker z. B. Xenical

Medikamente dieser Art sind noch nicht allzu lange auf dem Markt. Der Wirkstoff Orlistat (Handelsname Xenical ®) blockiert im Darm das Enzym Lipase und sorgen dafür, dass nur ca. ein Drittel des Nahrungsfetts verwertet werden kann. Die restlichen zwei Drittel Nahrungsfett werden unter entsprechenden Nebenwirkungen (Blähungen, Durchfall) unverändert wieder ausgeschieden. So bestimmt der Fettgehalt der Nahrung den Fettanteil im Stuhl, was die Einnahme des Präparates nur bei einer fettarmen Ernährungsweise ertragbar macht. Fettblocker wirken im Darm direkt durch die Hemmung fettspaltender Enzyme. Ins Blut werden sie kaum aufgenommen.

Da das unverdaute Fett mit dem Stuhlgang ausgeschieden wird, können insbesondere zu Beginn Verdauungsprobleme auftreten, wenn zu viel Fett mit der Nahrung aufgenommen wird. Verschiedene Experten und auch Patienten werten diesen Umstand jedoch als Vorteil, weil die Anwender so eine Rückmeldung darüber erhalten, wann die eigene Ernährung zu fettreich war.

Orlistat behindert die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D und E. Der Vitamin-Verlust muss bei einer längeren Einnahme ausgeglichen werden. Für Orlistat liegen noch keine Ergebnisse von Langzeitstudien vor.

Enzyme

Enzyme bestehen aus Eiweiß, das wie alle Eiweiße im Magen und Darm abgebaut wird und dadurch vollständig seine Enzymkraft verliert. Aus diesem Grund sind alle Ananas- und Kiwisäfte und Mango- und Papaya-Extrakte sinnlos.

Anders die Enzympräparate, die so verkapselt sind, dass die Verdauungssekrete sie nicht knacken können. Es wird darüber diskutiert, ob diese Enzyme nur im Darm wirken oder sogar durch die Darmwand in den Körper eindringen können. Nur wenn fettspaltende Enzyme ins Fettgewebe gelangen, können diese Enzympräparate schlank machen. Ein effektiver Fettabbau durch Enzympräparate konnte bisher noch nicht nachgewiesen werden.

Homöopathische Mittel
Oft enthalten homöopathische Mittel zum Abnehmen einen Algenextrakt (Fucus), der den Stoffwechsel anregen soll und den Appetit hemmt. Da homöopathische Mittel sehr stark verdünnt werden, muss nicht mit Nebenwirkungen gerechnet werden. Ob diese Mittel allerdings in einer solchen Verdünnung noch wirken, müssen Sie selbst entscheiden.

Kaffee
Kaffee soll helfen das Fett zu verbrennen, da das Koffein das Herz anregt und den Stoffwechsel ankurbelt. Der zusätzliche Verbrauch an Energie ist allerdings ziemlich gering. Bei einem Kaffeekonsum von 12 Tassen am Tag steigert der Körper seinem Energieverbrauch um ca. 80 bis 150 Kalorien. Das Koffein kann aber auch den Appetit anregen.

Nikotin
Tatsächlich besteht ein Zusammenhang zwischen Rauchen und Körpergewicht. Denn Nikotin "dämpft das Appetitzentrum" im Nervensystem. Darüber hinaus kurbelt Nikotin den Stoffwechsel an, der Körper verbrennt etwas mehr Kalorien. Zu bedenken ist aber, dass Nikotin bekanntermaßen abhängig macht und schätzungsweise 110 000 Todesfälle jedes Jahr in Deutschland auf das Rauchen zurückzuführen sind.

Quellstoffe und Ballaststoffe

Quellstoffe und Ballaststoffe wie Kleie, Leinsamen, oder Agar-Agar sind unverdauliche Pflanzeninhaltsstoffe, die im Magen aufgehen und so kurzfristig ein Sättigungsgefühl vermitteln. Diese natürlichen Sattmacher brauchen viel Flüssigkeit zum Quellen. Da sie die Mineralstoffaufnahme erschweren sollte am besten ein sehr mineralstoffreiches Mineralwasser dazu getrunken werden.

Reizstrom

Reizstromgeräte werden jeden Tag im Fernsehen angeboten. Kleine Stromstöße regen die Muskeln an sich zusammenzuziehen. Die zusammenzuckenden Muskeln verbrauchen aber nur sehr wenig Energie und verbrennen dementsprechend wenig Kalorien. Einige Geräte sind in einem gewissen Umfang geeignet Muskeln aufzubauen. Das Versprechen gezielt Fett abzubauen kann aber nicht gehalten werden. Welches Fettgewebe als erstes abgebaut wird bestimmt alleine der Körper und kann nicht beeinflusst werden.

Sauna und Schwitzkuren
Finnische Untersuchungen zeigen, dass man in der Sauna nicht mehr Kalorien verbraucht als üblich. Zwar wird der Kreislauf angekurbelt aber gleichzeitig entspannen die Muskeln, so dass der Effekt wieder aufgehoben wird. Der zum Teil erhebliche Gewichtsverlust beruht alleine auf dem Wasserverlust.

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